Geschichte

Die 30er-Jahre

1936 entschloss sich die Geschäftsführung dreier jütländischer Molkereimaschinenfabriken, ein gemeinsames Wasseraufbereitungsunternehmen zu gründen - EUROWATER. Als Direktor wurde Th. Nansen Scherfig bestellt.

Das Unternehmen startete bescheiden in einer Wohnung in Aarhus. Der Kundenschwerpunkt zielte auf kleinere Wasserwerke, Landwirtschaftsbetriebe und Münzwäschereien. Im ersten Jahr wurde die Firma zum Alleinvertreter für ein Entsäuerungsmaterial namens Magno. Dieses Material wird bis heute eingesetzt. Zur gleichen Zeit entwickelte Th. Nansen Scherfig "seine" Filteranlage, den NS-Filter.

Th. Nansen Scherfig

Die 40er-Jahre

Zu Beginn des 2. Weltkrieges zog EUROWATER in ein großes Haus in einem anderen Stadtteil von Aarhus. Die Firmenflotte bestand lediglich aus einem Service-Fahrzeug, einem altmodischen Chevrolet mit Gasgenerator. Dieses Auto lieferte die Anlagen für Wasserwerke in ganz Jütland aus. Nach dem Krieg wurden die Geschäftsbedingungen besser, was im Mai 1945 mit einer Anzeige in einer großen dänischen Zeitung gefeiert wurde. Die Anzeige beschrieb das Unternehmensprofil, angefangen von der Wasseranalyse und Beratung bis hin zur Installation von kompletten Wasseraufbereitungsanlagen.

Die 60er-Jahre

1960 bezogen 16 Angestellte das neue Firmengebäude mit Büros, einer Regenerierstation und einer Montagehalle. Das großzügige Gebäude mit 830 m² war vorbereitet für die industrielle Ausrichtung. Th. Nansen Scherfig stellte 1963 den Kontakt zu der amerikanischen Firma Water Refining in Ohio her, die auf dem europäischen Markt Fuß fassen wollte. Somit bestand das Export-Unternehmen EUROWATER zur Hälfte aus amerikanischem und dänischem Grundkapital. Dies war die Chance, die Enthärtungsanlagen zu automatisieren. Diese Automatisierung und die Zunahme an Wäschereien führten zu einer Expansion außerhalb Jütlands. Eine Zweigstelle wurde auf dem dänischen Seeland eröffnet, ebenso wie deutsche Niederlassungen in Hamburg und Mannheim

Silhorko Werbeplakat

Die 70er-Jahre

Mit der Ölkrise zu Beginn der 70er gingen die wirtschaftlichen Aktivitäten zurück. Dennoch konnte EUROWATER eine automatische Entsalzungsanlage auf den Markt bringen, dies war besonders wichtig für den Export. In der Mitte dieser Dekade kaufte EUROWATER die amerikanischen Anteile zurück und somit war das Export-Unternehmen EUROWATER wieder zu 100% in dänischer Hand. Zur gleichen Zeit wurden EUROWATER Niederlassungen in Schweden und Belgien eröffnet.

Die 80er-Jahre

In den 80ern konnte sich EUROWATER eine starke Position im Exportgeschäft sichern, ca. 75% der Produktion verließ Dänemark und ging direkt oder indirekt in den Export. Die Anlagenmodule wurden größer und erhielten elektronische Steuerungen. Zum 50-jährigen Firmenjubiläum führte man die neu entwickelte Umkehrosmose ein. Die deutsche Tochtergesellschaft wurde 1988 durch ein Büro in Augsburg erweitert und auch in Schweden wurde ein weiteres Büro eröffnet.

Die 90er-Jahre

Dies war das Jahrzehnt der Expansion! Zu Beginn der 90er wurde in der damaligen Tschechoslowakei eine Niederlassung gegründet. Nach der Teilung im Jahre 1993 hatte EUROWATER dann in den beiden Ländern, der Tschechischen Republik und der Slowakei, jeweils ein Büro. 1992 kam eine Niederlassung in Österreich hinzu und im darauf folgenden Jahr in Polen. Später beteiligte sich  EUROWATER zu 50% an einem Unternehmen in Gdansk und 1996 wurde eine weitere Niederlassung in Deutschland eröffnet. Zur gleichen Zeit übernahm EUROWATER  50% der Anteile einer Firma, die Filterbehälter produzierte, Botax Eurotank Aps. Eine Niederlassung in den Niederlanden folgte 1998.

2000

Botax Eurotank ApS erhielt seinen heutigen Namen Eurotank A/S und wurde in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt, die zu 100% Silhorko-Eurowater A/S gehört.

Torben Buhl und Kurt Hufnagl

2003

Bis 2003 war die Familie Scherfig der alleinige Eigentümer von Silhorko-Eurowater A/S. Aber 2003 wurden die Anteile zwischen Erik Nansen Scherfig, Harry Viiala, Kurt Hufnagl und Torben Buhl aufgeteilt. Erik Nansen Scherfig ist der ehemalige Besitzer und Geschäftsführer von Silhorko-Eurowater A/S, während Harry Viiala der Besitzer und Geschäftsführer des finnischen Unternehmens HyXo Oy ist, dem autorisierten Händler von EUROWATER in Finnland. Das Tagesgeschäft wird von Kurt Hufnagl und Torben Buhl geführt. 2003 begann der Verkauf von Nanofiltrationsanlagen.

2005

Die Erweiterung im Exportgeschäft schreitet mit der Gründung neuer Niederlassungen in Norwegen und Frankreich voran. Die EDI-Anlagen wurden eingeführt, die sich ebenso wie die Nanofiltrationsanlagen auf dem Markt gut etablieren.

2007

Dieses Jahr war ein Rekordjahr! Die gesamte Unternehmensgruppe erzielte einen Umsatz von mehr als 38 Mio. Euro – was einen Zuwachs von fast 15% gegenüber dem Vorjahr bedeutete. Die positive Entwicklung spiegelte sich sowohl bei den EUROWATER Niederlassungen als auch bei unseren Vertretungen wider. Im Zuge dieses Erfolgs wurde die Produktionskapazität in unserem Werk in Stilling erweitert, was nötig war, um auch weiterhin kurze und zuverlässige Lieferzeiten zu gewährleisten. Mitte 2007 wurde in Ungarn eine Niederlassung eröffnet. Am Ende des Jahres war EUROWATER zertifiziert, um Wasseraufbereitungsanlagen für Kesselanlagen in Weißrussland zu verkaufen.

2008

Silhorko-Eurowater A/S beschäftigt 240 Mitarbeiter, die Hälfte davon ist in Dänemark am Hauptsitz und in der Produktionsstätte, im Büro auf Seeland sowie bei dem Behälterbauer Eurotank A/S beschäftigt. Der Rest verteilt sich auf die Niederlassungen in ganz Europa.
Technologien und Kunden brauchen Veränderungen. Als Bestandteil unserer stetigen Produktentwicklung führte EUROWATER eine neue Serie an flexiblen und benutzerfreundlichen  Steuerungen mit integriertem Operator Panel und speicherprogrammierbarer Steuerung (SPS) ein, die auf unseren breiten Produktbereich abgestimmt ist. Eine Niederlassung in Kiew, Ukraine, wurde gegründet.

2011

Silhorko-Eurowater A/S kann nun bereits auf 75 Jahre Erfahrungen in der Herstellung von Wasseraufbereitungs-
anlagen zurückblicken. In Deutschland hat EUROWATER Wasseraufbereitung GmbH ebenfalls Grund zum Feiern:
Das 40-jährige Firmenjubiläum beweist die langjährige und hohe Zuverlässigkeit von EUROWATER auch in Deutschland. 

2014

Mit der Eröffung einer neuen Niederlassung in Schweden und Polen schreitet die Erweiterung im Exportgeschäft weiterhin voran.

Silhorko-Eurowater A/S beschäftigt inzwischen 340 Mitarbeiter, von denen die Hälfte im Hauptsitz in Dänemark arbeitet. Der Rest verteilt sich auf die 23 EUROWATER Niederlassungen in ganz Europa.

 

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